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THEMENMAGAZIN NR.107 HEILBRONN-FRANKEN

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NR 107 | B2B Themenmagazin | Themen: TUM CAMPUS HEILBRONN AKADEMISCHE EXELLENZ • START-UPS • IT & DIGITALISIERUNG • BESTESEITEN.DE • MENSCHEN & MITTELSTAND

START-UPS INTELLIGENTE

START-UPS INTELLIGENTE IDEEN SIND DER ROHSTOFF DER ZUKUNFT In ihrer Definition von Start-ups im Gabler Wirtschaftslexikon, die unter wirtschaftslexikon.gabler.de online nachzulesen ist, erwähnt die Inhaberin des Lehrstuhls für Entrepreneurial Finance der Technischen Universität München, Prof. Dr. Dr. Ann-Kristin Achleitner, dass „das Unternehmen aufgrund der Aufnahme externer Gelder wie Venture-Capital auf einen Exit angewiesen ist, im Zuge dessen die Kapitalgeber ihre Investments realisieren“. Ein Start-up muss also Investoren überzeugen und das nicht allein durch intelligente Ideen, sondern auch mit deren konsequenter Umsetzung. Dann besteht eine realistische Chance, das Geschäftsmodell eines Start-ups tatsächlich zum Erfolg zu führen und das investierte Kapital in einem attraktiven Umfang zu verzinsen. Nun hat etwas Neues aber leider an sich, dass man dafür zwar einen Business Plan entwickeln kann. Ob das, was man sich in der Theorie vorgenommen hat, dann auch tatsächlich in der Praxis realisiert werden kann, hängt aber auch von Faktoren ab, die man selbst nicht beeinflussen kann. Das hat das Beispiel Pandemie deutlich gezeigt. Das Kapital der Investoren zum Zeitpunkt eines Exits zurückzuführen und eine ordentliche Kapitalrendite zu erwirtschaften, stellt Start-ups vor eine große Herausforderung. Um diese erfolgreich zu bewerkstelligen, braucht es ein Team, das sich trotz aller Höhen und Tiefen mit Leidenschaft für die Geschäftsidee engagiert. Und außerdem stellen sich mehrere Fragen. Gelingt es dem Team, Kunden in gleicher Weise zu überzeugen wie die Venture-Capital Kapitalgeber? Bleiben alle Köpfe, die hinter der Idee stecken, auch tatsächlich bei der Stange? Und geht es dem Start-up wirklich darum, die Geschäftsidee selbst langfristig am Markt durch das Gewinnen von Aufträgen umzusetzen oder eher nur darum, möglichst schnell möglichst viel Geld mit der Idee an sich zu verdienen? Wie das Portal Statista veröffentlicht, halten laut dem Deutschen Startup Monitor 2020 immerhin 65,7 Prozent der befragten Gründer bzw. Geschäftsführer Profitabilität eines Start-ups für sehr wichtig oder wichtig. An zweiter Stelle folgt dessen Wachstum mit 59 Prozent und an dritter mit 57,6 Prozent ein hoher Marktanteil. An vierter Stelle wird mit 55,7 Prozent eine positive gesellschaftliche und ökologische Bedeutung genannt. Wie schwer es für Gründer ist, zeigt das Portal der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder. Demnach wurden im Jahr 2020 in Baden-Württemberg 71.490 Firmen gegründet. Gleichzeitig wurden aber 51.763 Firmen in dem Jahr aufgegeben. Im Bundesdurchschnitt etabliert sich schätzungsweise nur etwa jede fünfte Existenzgründung. Zusätzlich muss man berücksichtigen, dass es sich lediglich bei einem Bruchteil der Firmengründungen um Start-ups handelt. Nur in 13,1 Prozent der Fälle war eine Geschäftsidee Anlass dazu, eine Firma zu eröffnen. Das hat der Gründungsmonitor 2021 der Kreditanstalt für Wiederaufbau erhoben. Und außerdem mündet längst nicht jede Idee in einem Start-up. Auch wenn diese Bezeichnung beinahe schon in inflationärer Weise für neue Firmen verwendet wird. Vielleicht weil man meint, damit besonders modern zu wirken. Auch wenn es sich nur bei einem kleinen Teil der Gründungen um Start-ups handelt, die ja ganz besonders gefordert sind, wenn sie Investoren überzeugen wollen, scheitern diese laut der Website www.4investors.de sogar in 80 bis 90 Prozent der Fälle. Im September wurde in der Welt online von Daniel Hüfner ein Artikel veröffentlicht, in dem er beschreibt, wie eine Unternehmerin in dem in der Szene besonders beliebten Karrierenetzwerk LinkedIn mit einem Post den Misserfolg ihres Start-ups öffentlich eingesteht. Er schildert in dem Beitrag, ihr habe anstatt Häme und Spott viel Lob und Bewunderung entgegengeschlagen. Der Post zähle über 4.700 Likes und 675 Kommentare. Das Verständnis lässt vermuten, dass viele andere Gründer mit ähnlichen Problemen zu kämpfen haben oder hatten. Im letzten Monat wurde der DIHK-Report „Unternehmensgründungen“ des Deutschen Industrie- und Handelskammertages publiziert. Nach den Ergebnissen dieser Umfrage unter IHKs, Jungunternehmen und Start-ups sieht es nach dem Corona-Einbruch vom Frühjahr 2020 inzwischen wieder besser aus für Unternehmensgründungen in Deutschland. Wie es dort heißt, leiden Start-ups unter Corona, aber nutzen auch Chancen. 71 Prozent der Unternehmen, die durch die Krise gegangen sind, haben nach den Angaben des Reports wegen der Pandemie ihr Geschäftsmodell angepasst. Ein Drittel der Firmen hat die staatlichen Corona-Hilfen in Anspruch genommen. 20 Prozent haben Kredite aufgenommen oder Beteiligungskapital akquiriert. Bei den Jungunternehmen überwiegen insgesamt die negativen Effekte der Pandemie. Laut DIHK berichten zwei Drittel der Gründerinnen und Gründer von weniger Nachfrage, geringerer Liquidität und reduziertem Eigenkapital. Ein Drittel sieht demnach jedoch auch positive Trends, so zum Beispiel dank neuer Geschäftsmodelle bei der Steuerung von Kundenströmen, Online-Shops oder digital gesteuerten Liefer- und Bringdiensten. Der DIHK schreibt dazu, viele stünden jetzt in den Startlöchern. Nähere Informationen zu dem Report sind auf der Website www. dihk.de zu finden. www.b2bhnf.de 8 www.b2bhnf.de

START-UPS START-UPS IN DEUTSCHLAND IM JAHR 2020 NACH BRANCHEN Die Statistik zeigt die Verteilung von Start-up-Unternehmen in Deutschland nach Branchen laut dem Deutschen Startup Monitor (DSM) im Jahr 2020. Für den Monitor werden vom DSM jährlich qualitativ hochwertige Datensätze von Gründern und Geschäftsführern von Start-ups online erhoben. BRANCHE PROZENT Informations- und Kommunikationstechnologie 31,8 Ernährung und Nahrungsmittel/ Konsumgüter 10,7 Medizin und Gesundheitswesen 9,2 Automobile/ Logistik/ Verkehr 6,0 Bau und Immobilien 4,1 Bildung 4,0 Banken und Finanzen/ Versicherung 4,0 Freizeit und Sport/ (Online-)Gaming 3,5 Industriegüter 3,4 BRANCHE PROZENT Human Resources 3,2 Chemie und Pharma/ Biologie 2,8 Tourismus 2,7 Energie/ Elektrizität 2,5 Beratung und Agentur 2,5 Agrar- und Landwirtschaft 2,1 Medien- und Kreativwirtschaft 1,9 Textilbranche 1,7 Sonstiges 3,9 www.statista.de »Ich habe meine Geschäftsidee real werden lassen. Mit etwas Mut und wertvollem Wissen.« Dual studieren mit der DHBW Heilbronn. www.b2bhnf.de 9

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